Emilia Schüle gehört zu den deutschen Schauspielerinnen, die schon früh vor der Kamera standen und sich im Laufe ihrer Karriere immer wieder neuen Rollen gestellt haben. Vom Jugendfilm über historische Serien bis hin zu internationalen Produktionen reicht ihr bisheriges Spektrum.
Bekannt wurde sie einem breiten Publikum unter anderem durch „Freche Mädchen“, „Ku’damm“, „Charité“ und „Traumfabrik“. International größere Aufmerksamkeit erhielt sie später mit der Titelrolle in der Serie „Marie Antoinette“. Auch als Synchronsprecherin ist sie aktiv.
Doch wer ist Emilia Schüle eigentlich, wie begann ihre Karriere und welche Filme und Serien gehören zu ihren wichtigsten Arbeiten?
Wer ist Emilia Schüle?
Emilia Schüle ist eine deutsche Schauspielerin, die am 28. November 1992 in Blagoweschtschensk in Russland geboren wurde. Bereits als Kind zog sie mit ihrer Familie nach Berlin. Dort wuchs sie auf und entwickelte früh ein Interesse an Tanz und Schauspiel.
Noch vor ihrem Einstieg ins Schauspiel nahm Schüle Unterricht in Modern Dance und Ballett. 2005 besuchte sie den Workshop „Talents Getting Started“, über den sie zur Schauspielerei kam. Kurz darauf folgten erste Auftritte in Werbespots und in dem Kurzfilm „Nichts weiter als“, der 2006 auf der Berlinale gezeigt wurde.
Damit begann eine Karriere, die sich später weit über klassische Jugendproduktionen hinaus entwickelte.
Emilia Schüle: Alter und Herkunft
Emilia Schüle wurde 1992 geboren und ist im Jahr 2026 33 Jahre alt. Ihre familiären Wurzeln liegen in Russland; sie kam als Kleinkind nach Deutschland und wuchs in Berlin auf.
In einem Interview aus dem Jahr 2026 sprach Schüle auch über ihre Beziehung zu Berlin und darüber, dass sie Heimat nicht als etwas eindeutig Festgelegtes empfinde.
Gerade diese biografische Verbindung zwischen verschiedenen kulturellen Erfahrungen ist ein wiederkehrendes Thema in Gesprächen über die Schauspielerin.
Der frühe Durchbruch mit „Freche Mädchen“
Ein wichtiger Schritt in der Karriere von Emilia Schüle war der Kinofilm „Freche Mädchen“ aus dem Jahr 2008. Darin spielte sie die Figur Mila und stand unter anderem mit Anke Engelke, Armin Rohde und Piet Klocke vor der Kamera.
Der Film richtete sich vor allem an ein jüngeres Publikum und machte Schüle einem größeren Kinopublikum bekannt.
2009 folgte „Gangs“, 2010 unter anderem „Rock It!“ und „Freche Mädchen 2“. Mit diesen Produktionen blieb sie zunächst stark im Bereich Jugend- und Familienunterhaltung präsent, übernahm aber zunehmend unterschiedliche Figuren.
Von Jugendfilmen zu anspruchsvolleren Rollen
Mit zunehmendem Alter veränderte sich auch das Rollenprofil von Emilia Schüle. Sie spielte nicht mehr ausschließlich junge Figuren in Unterhaltungsfilmen, sondern übernahm zunehmend dramatische und historische Rollen.
Besonders auffällig war ihre Beteiligung an „Ku’damm 56“ und „Ku’damm 59“. In der erfolgreichen Mehrteiler-Reihe verkörperte sie Eva Schöllack. Die Geschichte verbindet Familienkonflikte mit gesellschaftlichen Veränderungen im West-Berlin der 1950er-Jahre.
Auch in „Charité“ war sie zu sehen. Dort spielte sie in der ersten Staffel Hedwig Freiberg, die Geliebte und spätere Ehefrau von Robert Koch.
Diese Projekte zeigten, dass Schüle auch in historischen Stoffen und komplexeren Figuren eingesetzt wurde.
Emilia Schüle in „Traumfabrik“
Eine weitere bekannte Hauptrolle übernahm Emilia Schüle 2019 in „Traumfabrik“. Der Film spielt im Jahr 1961 und erzählt eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der deutschen Teilung und der DEFA-Filmwelt.
Schüle spielt Milou, eine französische Tänzerin. Die Rolle verlangte von ihr nicht nur schauspielerische Präsenz, sondern passte auch zu ihrem tänzerischen Hintergrund.
„Traumfabrik“ gehört damit zu den Produktionen, die ihre Verbindung von Tanz, Schauspiel und historischem Setting besonders sichtbar machen.
Internationale Aufmerksamkeit mit „Marie Antoinette“
Eine der international auffälligsten Rollen von Emilia Schüle ist Marie Antoinette in der gleichnamigen historischen Serie.
Die Produktion wurde für Canal+ und BBC entwickelt. Schüle übernahm die Titelrolle und verkörpert darin die österreichische Erzherzogin, die später Königin von Frankreich wurde. Die erste Staffel erschien 2022/2023, eine zweite Staffel folgte.
Die Rolle unterscheidet sich deutlich von ihren frühen deutschen Jugendfilmen. Statt einer zeitgenössischen jungen Frau spielt Schüle eine historische Persönlichkeit in einem internationalen Serienformat.
Gerade diese Veränderung verdeutlicht die Entwicklung ihrer bisherigen Laufbahn.
Weitere bekannte Filme und Serien
Die Filmografie von Emilia Schüle ist inzwischen umfangreich. Zu ihren bekannten Arbeiten zählen unter anderem:
- Freche Mädchen (2008)
- Gangs (2009)
- Rock It! (2010)
- Freche Mädchen 2 (2010)
- Boy 7 (2015)
- LenaLove (2016)
- Smaragdgrün (2016)
- Ku’damm 56 (2016)
- Charité (2017)
- Ku’damm 59 (2018)
- Traumfabrik (2019)
- Narziss und Goldmund (2020)
- Ku’damm 63 (2021)
- Wunderschön (2022)
- Marie Antoinette (seit 2022)
- Die Ironie des Lebens (2024)
- Wunderschöner (2025)
- Ku’damm 77 (2025)
- Der Heimatlose (2026).
Die Auflistung zeigt zugleich, wie breit ihr berufliches Spektrum inzwischen geworden ist.
Auch als Synchronsprecherin aktiv
Emilia Schüle arbeitet nicht nur als Schauspielerin. Sie übernimmt ebenfalls Synchronrollen.
Besonders bekannt ist ihre deutsche Stimme von Astrid Hofferson in der „Drachenzähmen leicht gemacht“-Reihe. Darüber hinaus war sie unter anderem an deutschen Synchronfassungen von „Die Unglaublichen 2“, „DC League of Super-Pets“, „Elemental“ und „Transformers One“ beteiligt.
Damit hat sie sich auch im Bereich Animations- und Familienfilme einen Namen gemacht.
Auszeichnungen für Emilia Schüle
Für ihre schauspielerische Arbeit erhielt Emilia Schüle mehrere Auszeichnungen beziehungsweise Nominierungen.
Zu den genannten Ehrungen gehören der Hörzu Nachwuchspreis der Goldenen Kamera und der Deutsche Schauspielerpreis als Nachwuchsschauspielerin im Jahr 2014. Später folgten unter anderem der Askania Award, ein Jupiter Award und eine Goldene Henne.
Bereits vor diesen Auszeichnungen war sie für den Undine Award und den New Faces Award nominiert.
Emilia Schüle 2026: „Der Heimatlose“
Auch 2026 ist Emilia Schüle im Kino präsent. In Kai Stänickes Drama „Der Heimatlose“ spielt sie Greta. Der Film feierte seine Uraufführung bei der Berlinale 2026 und startete in Deutschland am 27. August 2026.
Im Mittelpunkt steht Hein, der nach vielen Jahren auf das Festland in sein Heimatdorf auf einer abgelegenen Insel zurückkehrt. Die Dorfgemeinschaft erkennt ihn jedoch nicht wieder. Daraus entwickelt sich ein ungewöhnlicher Konflikt um Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit. Schüle gehört neben Paul Boche, Philip Froissant und Stephanie Amarell zum zentralen Ensemble.
Der Film zeigt Schüle erneut in einem deutlich anderen Umfeld als die historischen Serien und romantischen Kinoproduktionen, mit denen sie zuvor verbunden wurde.
Welche Rolle spielt Fotografie in ihrem Leben?
Neben der Schauspielerei beschäftigt sich Emilia Schüle seit Jahren mit Fotografie. Im Jahr 2024 präsentierte sie ihre fotografische Arbeit in der Ausstellung „Run Without a Sound“.
Die Bilder entstanden im Zusammenhang mit ihrer Arbeit für Plan International und einer Reise nach Kolumbien. Dabei dokumentierte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Waleria Schüle Projekte, die sich mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen.
Die Fotografie ist damit nicht nur ein privates Hobby, sondern wurde auch zu einem öffentlich gezeigten Teil ihrer kreativen Arbeit.
Engagement gegen Cybermobbing
Schüle engagiert sich außerdem für einen respektvolleren Umgang in der digitalen Welt. Ende 2020 war sie an der Gründung der Initiative Digitale Empathie e. V. beteiligt, die sich unter anderem mit digitaler Kommunikation und Cybermobbing beschäftigt.
Damit nutzt sie ihre öffentliche Bekanntheit auch für ein Thema, das unmittelbar mit dem Alltag vieler Menschen verbunden ist.
Was macht Emilia Schüles Karriere interessant?
Bei Emilia Schüle lässt sich eine klare Entwicklung beobachten: Sie begann als junge Schauspielerin in Jugendproduktionen und arbeitete sich schrittweise in historische Dramen, Fernsehmehrteiler, Kinofilme und internationale Serien vor.
Dabei blieb sie nicht auf ein bestimmtes Genre festgelegt. „Freche Mädchen“, „Ku’damm“, „Traumfabrik“, „Wunderschön“, „Marie Antoinette“ und „Der Heimatlose“ unterscheiden sich sowohl in Ton als auch in Figurenzeichnung deutlich voneinander.
Hinzu kommen Synchronarbeiten und ihre Tätigkeit als Fotografin. Ihre Karriere lässt sich deshalb nicht allein über einzelne bekannte Rollen beschreiben.
Häufige Fragen zu Emilia Schüle
Wie alt ist Emilia Schüle?
Emilia Schüle wurde am 28. November 1992 geboren und ist 2026 33 Jahre alt.
Wo wurde Emilia Schüle geboren?
Sie wurde in Blagoweschtschensk in Russland geboren und kam als Kleinkind mit ihrer Familie nach Berlin.
Wofür ist Emilia Schüle besonders bekannt?
Zu ihren bekannten Rollen gehören Mila in „Freche Mädchen“, Eva in der „Ku’damm“-Reihe und Marie Antoinette in der gleichnamigen internationalen Serie.
Welche Rolle spielt Emilia Schüle in „Marie Antoinette“?
Sie spielt die Titelrolle Marie Antoinette in der gleichnamigen Serie.
In welchen aktuellen Produktionen ist Emilia Schüle 2026 zu sehen?
2026 ist sie unter anderem im Drama „Der Heimatlose“ als Greta zu sehen. Außerdem wird sie in „Das Mädchen mit der Leica“ als Gerda Taro geführt.
Ist Emilia Schüle auch Synchronsprecherin?
Ja. Sie hat unter anderem Astrid in mehreren Teilen von „Drachenzähmen leicht gemacht“ gesprochen und war an weiteren Animationsproduktionen beteiligt.
Ist Emilia Schüle auch Fotografin?
Ja. 2024 präsentierte sie im Rahmen von „Run Without a Sound“ eigene Fotografien, die unter anderem während einer Kolumbienreise entstanden waren.
Fazit
Emilia Schüle hat sich von einer jungen Schauspielerin in deutschen Jugendfilmen zu einer vielseitig eingesetzten Darstellerin entwickelt. Ihre Laufbahn umfasst Kino, Fernsehen, internationale Serien und Synchronarbeit.
Von „Freche Mädchen“ über „Ku’damm“ und „Traumfabrik“ bis zu „Marie Antoinette“ reicht ein bemerkenswert breites Rollenspektrum. Mit „Der Heimatlose“ kam 2026 eine weitere anspruchsvolle Kinoproduktion hinzu.
Auch außerhalb der Schauspielerei ist Schüle kreativ aktiv und engagiert sich für Themen wie digitale Empathie und Kinderrechte. Ihre bisherige Karriere zeigt damit nicht nur eine Entwicklung zwischen verschiedenen Genres, sondern auch mehrere unterschiedliche künstlerische und gesellschaftliche Interessen.







